Pressespiegel

NS-Radio Revue

Immer wieder ist von „rassistischen Emanzen“, „Mutternutztieren –rassisch hochwertig, versteht sich – die Rede an diesem Abend, an dem Bauerecker und Marx das so fasziniert wie aufgerüttelte Publikum mitnehmen auf eine Zeitreise  in die Zeit des Nationalsozialismus mit Ausflügen in die Gegenwart. Sie singen und rezitieren, kommentieren und beleuchten, sorgen für Gelächter- und auch dafür dass einem das Lachen an vielen Stellen im Hals stecken bleibt. Dabei entsteht ein spannungsgeladener Dialog.
(Hofer Zeitung, 13.3.16)

Das Duo lässt das Publikum an einer Reise durch zwei völlig verschiedene Weltanschauungen teilhaben. Während Marx versucht sich und ihre Täterinnengeneration in Schutz zu nehmen, trotzt ihr Bauerecker mit der heutigen Sicht einer jungen deutschen Frau. Gerade die Bezüge zur derzeitigen Situation in Deutschland machen das Stück lebendig, zeitnah und real. Eine spannende Diskussion zwischen Alt und Jung, die das Publikum zum Schmunzeln brachte und gleichzeitig zum Nachdenken anregte.

(Die Oberbadische, 16.11.2015)

„Warum haben Millionen ganz normaler Frauen Hitler begeistert zugejubelt? Waren die alle so viel blöder, als wir?“ Diesen und anderen Fragen zum Thema „Frauen unter Hitler“ ging das Musiktheater Generationenkomplott bei seinem Auftritt in der Sandelmühle Hanau auf den Grund und gab dem Publikum eine satirisch-geistreiche Geschichtsstunde gespickt mit Musik, Originaleinspielungen und Texten.
(Hanauer Zeitung, März 2013)

Satirischer Geschichtsunterricht auf der Theaterbühne
Eine groteske Gratwanderung in die NS-Zeit und zu den Wurzeln des deutschen Mutter- und Frauenbildes. – Es entstand ein wunderbar gespielter Dialog über das Mitmarschieren, den Widerstand und über den schmalen, mitunter verschobenen Grat zwischen Opfern und Tätern. Sie schockierten und amüsierten gleichzeitig mit ihrer Persiflage und der Überspitzung. Das Amüsante waren die Bezüge zum Jetzt.

(Ostseezeitung, 07.09.12)

Es waren eigene, witzige und revuertige Collagen. Zynisch, geistreich und persiflierend schafften die beiden Künstlerinnen Momentaufnahmen aus der Zeit des Volksempfängers. Hierbei blieb es den Zuschauern überlassen, etwaige Parallelen zu Äußerungen namhafter westlicher Politiker der Nachkriegszeit zu ziehen.
(Stadtanzeiger Wismar, 29.08.12)

– ein wichtiger, sehr differenzierter und darüber hinaus wunderbar gespielter Kabarettabend: eine Seniorin, und ehemalige BDM-Maid im Gespräch mit einer zornigen jungen Frau, die nicht nur hervorragend Klavier spielen kann, sondern auch mit kompromisslosem Abscheu auf die Großmutter-Generation blickt. Doch Marx und Bauerecker erlauben dem Publikum nicht, sich amüsiert zu distanzieren von den Absurditäten und Unmenschlichkeiten des ‚Dritten Reiches‘
(Wormser Zeitung, 03.05.10)

Es ist eine groteske Zeitreise, auf die sich Gisela E. Marx (Jg. 1938), die alte Dame, und eine junge Frau, Dorrit Bauerecker (Jg. 1973) im Bockshorntheater begeben. Überzeugend verkörpert Marx die deutsche Heldenmutter, die rassisch hochwertige Frau, die Hitlerbewunderin. Bauerecker gibt ihr musikalisch kontra, mal mit dem Akkordeon, dann am Piano. Das Duo, pfiffig, Generationenkomplott genannt, erklärt, rüttelt auf – tiefgründiges Kabarett, bei dem einem manchmal ein eiskalter Schauer über den Rücken läuft.
(Main Post, 30.07.10)

Die Rede ist von zwei Vollblutkabarettistinnen, der Seniorin Gisela Elisabeth Marx und der jüngeren Pianistin Dorrit Bauerecker, vom Duo ‚Generationenkomplott‘. Das Publikum war begeistert. Zwei Frauen, die den Spagat zwischen historischem Grauen und informativer Unterhaltung perfekt beherrschen. Ihre Zeitreise, ein Pendeln zwischen Heute und der NS-Zeit, – fürwahr ein spannender Abend voller Brisanz und mit viel Stoff zum Nachdenken. Eine Aufführung die zum Pflichtprogramm für Schulen gehören sollte.
(Butzbacher Zeitung, 31.01.09)

Zynisch, geistreich und wunderbar persiflierend rechneten Gisela Marx und Dorrit Bauerecker mit jener braunen Ideologie und Menschenverachtung ab, die heute immer noch in manchen Hirnen herumspukt. „Er heißt Waldemar“. G.E.Marx musste diesen Titel im Kubiz nochmal als Zugabe singen, so gut kam ihre zusammen mit Donit Bauerecker gestaltete,,Radio-Revue“ beim Publikum an.
(Süddeutsche Zeitung, 17.03.08)

Nein, nicht Eva Hermann war da, sondern die beiden hinterlistigen Damen des Kölner Musikkabaretts und beide hinterfragten mit zitatengespickter Häme vorwiegend das Weiblichkeitsideal des Nationalsozialismus.
(Münchner Merkur, 15./ 16.03.08)

Warum Millionen Frauen gejubelt haben, ist nicht leicht zu erklären. Die beiden Kabarettistinnen aus den Jahrgängen 1938 und 1973 haben sich der Frauengeschichte ausgesprochen engagiert angenommen. Sie sorgten für eine belustigend-beklemmende Atmosphäre.
(Badische Zeitung v. 01.02.08)

Brisant, aufrüttelnd und auch komisch. Bedingungslos mitgenommen wurde das Publikum bei dieser gut besuchten Vorstellung. Als freche Göre in Mini scheuchte die Vollblutmusikerin mit einem Boogie-Woogie und mit einem Rap in die so andere Dimension einer Demokratie. Ein spannender Abend.
(Lauterbacher Anzeiger, 24.01.08)

So gelingt den Künstlerinnen eine sehr differenzierte Darstellung, die die Rolle der einzelnen Frau zwischen Gleichschaltung und Anpassung, Terror und Verführung in ihrer Widersprüchlichkeit stehen lässt, anstatt mit dem moralischen Zeigefinger daherzukommen. Die komischen Momente tun gut. Sie helfen Distanz zu gewinnen.
(Westfalenblatt, 12. 09. 07)

Die Position der Frau während des Nationalsozialismus und der Konflikt zwischen der Tätergeneration und der heutigen Jugend: Themen die in ihrer Kombination eine explosive Mischung darstellten.
(Neue Rhein Zeitung, 06.03.07)

Mit seiner Montagetechnik bot das Programm Abwechslung auf hohem Niveau. Und als die Besucherinnen und Besucher voller Begeisterung am Ende der Vorstellung nach einer Zugabe verlangten, mussten die Darstellerinnen erst mal improvisieren.
(Kölner Stadtanzeiger, 28.9.06)

Gisela E. Marx und Dorrit Bauerecker bewegen sich auf einem schmalen Grat zwischen Ironie und Wirklichkeit, doch sie meisterten diese Aufgabe grandios. Das Publikum war begeistert von der eindrucksvollen Art, die Männerdomäne im ‚Dritten Reich‘ einmal von der weiblichen Seite zu betrachten.
(Rheinische Post, 11.3.06)